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PolyvinylalkoholZoomA-Z

Fachgebiet - Makromolekulare Chemie

Polyvinylalkohol (übliche Abkürzungen sind PVOH, PVA oder PVAL) ist ein wasserlösliches Polymer, welches durch Hydrolyse (als polymeranaloge Umsetzung) aus Polyvinylacetat hergestellt wird. Eine direkte Synthese ist nicht möglich, da Vinylalkohol nicht stabil ist und sich durch Tautomerie sofort in Acetaldehyd umwandelt.

Polyvinylalkohol hat hervorragende schichtbildende, emulgierende und adhäsive Eigenschaften. Es ist beständig gegenüber Ölen, Fetten und Lösungsmitteln. Er findet seine Verwendung vor allem im Verpackungsbereich (Kohlenstoffdioxidbarriereschicht in PET-Flaschen, wasserlösliche Folien für die Herstellung von Verpackungsbeuteln) aber auch als Adhäsions- und Verdickungsmittel in Latexlacken, Haarsprays, Shampoos und Klebstoffen. PVOH ist geruchlos und nicht toxisch.

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

Polymeranaloge ReaktionenLevel 245 min.

ChemieMakromolekulare ChemiePolymere

Polymeranaloge Reaktionen sind Reaktionen an Makromolekülen, bei denen die chemische Zusammensetzung und damit die Eigenschaften eines Polymers unter Erhalt des Polymerisationsgrades verändert werden. Die polymeranalogen Reaktionen werden am Beispiel des Polyvinylalkohols, der Modifizierung von Cellulose sowie der Peptidsynthese nach Merrifield näher erläutert. Besonders wird dabei auf Reaktionsverzögerung, -beschleunigung und Cyclisierungsreaktionen eingegangen.