zum Directory-modus

PolymerwerkstoffZoomA-Z

Polymerwerkstoffe sind feste Stoffe, die überwiegend aus organischen Makromolekülen aufgebaut sind und zur Erzeugung von Halbzeugen (z.B. Folien) oder Formteilen (z.B. Behälter, Verpackungen) dienen.

Als makromolekulare Komponente können sowohl einzelne Polymere als auch Polymergemische (Blends) eingesetzt werden, sie können Polymerisate, Polykondensations- oder Polyadditionsprodukte sein, ebenso lineare wie vernetzte Polymere. Die Polymere bilden dabei immer die Matrix des Polymerwerkstoffes und haben daher einen bestimmenden Einfluss auf die Gebrauchseigenschaften.

Der Begriff Polymerwerkstoff umfasst sowohl Elastomere (Gummi) als auch plastische Polymere.

Neben den Makromolekülen enthalten Polymerwerkstoffe fast immer auch eine Vielzahl von Begleit- und Hilfsstoffen (Gleit- und Haftmittel, Füllstoffe, Farbpigmente, Stabilisatoren, Verstärkungsmaterialien), die der Einstellung eines spezifischen technischen Eigenschaftsprofils für den geplanten Einsatzzweck dienen.

Obwohl man Polymerwerkstoffe in der Regel nach ihren Basispolymeren benennt, sind sie dadurch nicht im Einzelnen spezifiziert. Zum Beispiel gibt es unter der Bezeichnung Nitril-Kautschuk eine Vielzahl unterschiedlicher Werkstoffmischungen für die Dichtungstechnik oder für die Verwendung von Schutzhandschuhen.

Den ersten brauchbaren Polymerwerkstoff erzeugte Charles Goodyear im Jahre 1839 durch die Vulkanisation von Naturkautschuk mit Hilfe von Schwefel zu Gummi.

Siehe auch: Polykondensation , Polyaddition , Kautschuk

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

Polymere in der MedizintechnikLevel 240 min.

ChemieMakromolekulare ChemieAnwendungen

Die Einsatzgebiete verschiedener Kunststoffe in der Medizintechnik werden vorgestellt. Dabei wird auf die unterschiedlichen Anforderungen eingegangen, die sich ergeben, je nachdem, ob ein Werkstoff als Hilfsmittel, in Geräten oder im Körper z.B. als Implantat oder Drug Delivery System Anwendung findet.