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PolyesterharzeZoomA-Z

Als Polyesterharze werden im umfassendsten Sinne alle durch Veresterung aus jeweils zwei- und mehrwertigen Carbonsäuren und Alkoholen erhaltenen Polykondensationsprodukte bezeichnet, die erst durch weitere Polymerisations-, Polykondensations- oder Polyadditionsreaktionen zum endgültigen Gebrauch (meist mit so genannten Härtern) in hochmolekulare, meist vernetzte Endprodukte umgewandelt werden.

Zu den Polyesterharzen gehören nach dieser allgemeinen Definition neben den gesättigten auch die ungesättigten Polyesterharze (mindestens eine vernetzbare Doppelbindung) und die Alkydharze (mindestens eine der Hydroxy-Gruppen wird mit Fettsäuren verestert). Beide zuletzt genannten werden aber häufig als eigene Stoffgruppen aufgefasst und der Begriff Polyesterharze bleibt auch unscharf, weil insbesondere in der englischsprachigen Literatur unter polyester resins auch lineare Polyester (z.B. Polyethylenterephthalat PET) verstanden werden, die keinen Harzcharakter besitzen und als technische Kunststoffe eingesetzt werden.

Im engeren Sinne können daher unter Polyesterharzen auch nur die gesättigten Polyesterharze verstanden werden. Diese werden meist als Bindemittel in Lacken und Beschichtungen verwendet. Als Carbonsäurekomponente werden z.B. Phthalsäuren, Adipinsäure oder Trimellittsäureanhydrid und als Alkoholkomponente Glycerol, Trimethylpropan, Neopentylglycol und Butandiole eingesetzt. Durch die Auswahl der entsprechenden Säure- und Alkoholkomponenten können sowohl weiche als auch harte Harze gezielt hergestellt werden. Die Molmassen liegen zwischen 1.000 und 30.000 gmol-1 . Eine Vernetzung der Präpolymere erfolgt durch freie Hydroxy- oder Carbonsäure-Gruppen, die durch den Einbau von Komponenten mit mehr als zwei reaktiven Gruppen eingebracht werden.