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PolydimethylsiloxanZoomA-Z

Polydimethylsiloxan ist ein Polymer, in dem Dimethylsilyl-Gruppen über Sauerstoffbrücken miteinander in einer Kette verbunden sind.

Die Synthese erfolgt entweder durch direkte Polykondensation von Dimethyldichlorsilanen in wässriger Phase in Gegenwart von Katalysatoren unter Bildung von Silanolen als Zwischenprodukt oder durch die anionisch oder kationisch initiierte Ringöffnungspolymerisation von cyclischen Siloxanen zur Bildung von Polydimethylsiloxanen.

Die Kettenlänge kann bei der Kondensation von Dimethyldichlorsilanen durch definierten Zusatz von Trimethylchlorsilan (liefert die Endgruppen) eingestellt werden kann. So werden Silicon-Öle erhalten. Eine Vernetzung der Ketten erreicht man, wenn während der Hydrolyse auch Methyltrichlorsilan oder Siliciumtetrachlorid zugesetzt werden, so sind gummielastische Hochpolymere (Siliconkautschuk) zugänglich. Enthalten hochpolymere Polydimethylsiloxane noch Silanolgruppen, so können sie in der Kälte mit Methyltriacetoxysilan oder Tetrabutyltitanat zu einem Gummi vernetzt werden. Für Heißpolymerisation mittels Peroxid werden Vinylseitenketten eingebaut.

Methylsilicon-Öle wesen eine besonders geringe Abhängigkeit ihrer Viskosität von der Temperatur auf und zeigen eine sehr gute Komprimierbarkeit, weswegen sie als Brems- und Hydraulikflüssigkeit verwendet werden. in großen Mengen werden sie auch als Trenn- und Entformungsmittel in der Kunststoff und Gummi verarbeitenden Industrie verwendet. Siliconkautschuk besteht meist aus Polydimethylsiloxane mit Molmassen zwischen 300.000 und 500.000 gmol-1 und zeichnet sich durch gute Wärmestabilität und ausgezeichnetes elektrisches Isolierverhalten aus.

Polydimethylsiloxanen werden toxikologisch als unbedenklich eingestuft. Deshalb werden sie für Implantate verwendet.