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Polarisation durch StreuungZoomA-Z

Licht ist eine transversale Welle. Der Vektor des elektrischen Feldes E steht senkrecht zur Ausbreitungsrichtung der Welle. Licht ist unpolarisiert, wenn die Orientierung der E-Vektoren auf alle Richtungen senkrecht zur Ausbreitungsrichtung gleichverteilt ist.

Durch die Streuung an einer großen Zahl kleiner, fein verteilter Objekte (Moleküle) kann man linear polarisiertes Licht zu erzeugen. Fällt unpolarisiertes Licht auf ein streuendes Medium, so ist das Streulicht, das das Medium im Winkel von 90° zur Einfallsrichtung verlässt, linear polarisiert.

Ursache dafür ist die Wechselwirkung der elektromagnetischen Strahlung des Lichtes mit den Molekülen als oszillierenden Dipolen. Atome/Moleküle werden von Licht zu Dipolschwingungen angeregt. Das von den Molekülen in Vorwärtsrichtung (also in Richtung des einfallenden Strahls) gestreute Licht bleibt dabei unpolarisiert, wenn das einfallende Licht unpolarisiert ist. Das Gleiche trifft für die Rückwärtsstreuung zu. Senkrecht zur Strahlrichtung (also bei 90°-Streuung) tritt eine maximale Polarisation des Lichtes auf, weil dann die Abstrahlung senkrecht zur Schwingungsrichtung der Moleküldipole erfolgt.

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

Polarisationsmechanismen - Polarisation durch StreuungLevel 130 min.

PhysikOptikWellenoptik

In dieser Lerneinheit geht es darum, Polarisation als eine weitere für Lichtwellen charakteristische Eigenschaft kennen zu lernen. Eine Eigenschaft, die unserem Sehsinn nicht direkt zugänglich ist und dennoch zahlreiche technische Anwendungen findet. Hier wird die Polarisation durch Streuung besprochen.