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PlastidenZoomA-Z

Fachgebiet - Pflanzenphysiologie, Mikrobiologie

Als Plastiden werden die Zellorganellen der Pflanzen bezeichnet, die u.a. für die Photosynthese verantwortlich sind. Plastiden, die nach der Endosymbionten-Theorie von freilebenden photosynthetischen Bakterien abstammen, haben eine doppelte oder auch mehrfache Zellwand, ein eigenes ringförmiges Genom und eigene Ribosomen. Je nach Spezies und Aufgabe werden die Plastiden unterschiedlich bezeichnet: Die Plastiden der Rotalgen heißen beispielsweise Rhodoplasten und als Chloroplasten werden die chlorophyllhaltigen, photosynthetisch aktiven Plastiden der höheren Pflanzen bezeichnet.

Andere weit verbreitete Plastiden sind die

  • Chromoplasten - sie enthalten Carotinoide oder Xanthophylle, die z.B. den Früchten wie Tomate, Möhre oder Paprika Farbe verleihen,
  • Gerontoplasten - Plastiden des Herbstlaubs, die aus dem Abbau von Chlorophyll entstehen,
  • Etioplasten - Protoplasten etoilisierter Pflanzen, d.h. Pflanzen, die im Dunkeln gehalten werden und erst bei Belichtung in Chloroplasten umgewandelt werden,
  • Leucoplasten - farblose Plastiden, sie kommen in Samen oder Wurzeln vor oder
  • Amyloplasten - stärkehaltige Leucoplasten, die z.B. in der Kartoffel vorkommen.

Alle Plastiden entstehen aus Proplastiden.

Siehe auch: Chloroplasten