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Piezo-EffektZoomA-Z

Als Piezo-Effekt, auch piezoelektrischer Effekt (aus griechisch piezein "drücken"), bezeichnet man das Wechselspiel zwischen einer mechanischen Verformung eines Kristalls und einer am Kristall anliegenden elektrischen Spannung. Der Effekt erfolgt in beiden Richtungen, d.h. man kann sowohl durch einen mechanischen Druck eine Spannung erzeugen, als auch durch Anlegen einer Spannung eine mechanische Verformung des Kristalls bewirken. Entdeckt wurde der Piezo-Effekt 1880 von Jacques und Pierre Curie bei Versuchen mit Turmalinkristallen.

Der Piezo-Effekt tritt nur in nicht leitenden Kristallen (Isolator) auf, deren Symmetrie eine polare Achse aufweist und ist richtungsabhängig. Häufig verwendete Materialien sind z.B. Bariumtitanat, Blei-Zirkanat-Titanat oder Blei-Magnesium-Niabat.

Piezo-elektrische Kristalle finden eine breite Anwendung in der Sensorik, wie auch in der Aktorik. Bekannte Anwendungen in der Chemie sind die Raster-Mikroskopie-Verfahren.

Siehe auch: Elektrostriktion , Raster-Elektronenmikroskopie , Raster-Tunnelmikroskopie

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

Messung von DrückenLevel 145 min.

ChemieTechnische ChemieChemische Messtechnik

In der Lerneinheit werden die wichtigsten Methoden zur Messung von Drücken erläutert.