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Phosphotriester-MethodeZoomA-Z

Fachgebiet - Biochemie

Die Phosphotriester-Methode ist ein Verfahren zur Ausbildung einer Bindung zwischen zwei Nucleotiden bei der chemischen Synthese von Oligonucleotiden. Sie stellt eine Weiterentwicklung der ursprünglichen Phosphodiester-Methode dar. Im Unterschied zu dieser wird das 5'-Phosphat des einen Nucleotids mit einer Schutzgruppe versehen, so dass nach der Kopplung an das folgende Nucleotid ein Phosphotriester-Zwischenprodukt auftritt. Bei allen weiteren Syntheseschritten sind also die Phosphat-Brücken vor Seitenreaktionen mit Phosphorylierungsreagenzien geschützt, wodurch die Ausbeuten an gewünschtem Oligonucleotid deutlich verbessert werden. Abschließend werden die Schutzgruppen (meistens Aryl-Gruppen) mittels spezifischer Reagenzien wieder abgespalten, so dass normale Phosphodiester-Bindungen entstehen. Allerdings treten auch bei diesem Verfahren Nebenreaktionen ein, wodurch die Länge der synthetisierbaren Produkte auf etwa 40 Nucleotide beschränkt wird. Ein alternatives Verfahren ist die Phosphittriester-Methode.

Siehe auch: Phosphittriester-Methode , Phosphoramidit , Phosphodiester-Methode