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PhosphorsäureesterZoomA-Z

Fachgebiet - Allgemeine Chemie

Phosphorsäureester sind die Ester einer Phosphorsäure (Ortho- oder kondensierte Phosphorsäure) mit Alkoholen oder Phenolen.

Phosphorsäureester sind durch Reaktion von Phosphorpentoxid, Phosphoroxidtrichlorid oder Polyphosphorsäure mit Alkoholen zugänglich. Sie entstehen auch bei der Oxidation von Phosphonsäureestern oder Phosphiten.

Aryl-, Alkyl- und gemischte Phosphorsäureester dienen u.a. in Kunststoffen und Lacken als Weichmacher, Flammschutzmittel, Härter und Beschleuniger, in der chemischen Industrie als Netzmittel, Flotationsmittel, Emulgatoren, Entschäumer, Stabilisatoren (z.B. für organische Persäuren) und Extraktionsmittel (z.B. bei der Uran-Gewinnung), in der Metalloberflächenbehandlung als reinigende, korrosionshemmende und haftvermittelnde Substanzen, als Hilfsmittel für Textilien und Papier, als Putz- und Reinigungsmittel und als schwer entflammbare Hydraulik-Flüssigkeit.

Bestimmte Phosphorsäureester sind überlebensnotwendige Bestandteile jeder Zelle, wie z.B. die Energieträger Adenosindi- und triphosphat, die Nucleotide (Bestandteile der Nucleinsäuren), die Phospholipide und bestimmte Coenzyme (Coenzym A, Nicotinamid-Adenin-Dinucleotid, Flavin-Adenin-Dinucleotid).