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Phosphodiester-MethodeZoomA-Z

Fachgebiet - Biochemie

Die Phosphodiester-Methode ist ein Verfahren zur Ausbildung einer Bindung zwischen zwei Nucleotiden bei der chemischen Synthese von Oligonucleotiden. Dabei wird das 5'-Phosphat des einen Nucleotids, dessen andere funktionellen Gruppen geschützt sind, mit der 3'-Hydroxy-Gruppe eines anderen geschützten Nucleotids kondensiert. Es tritt also direkt ein Phosphodiester-Produkt auf.

Mit dieser Methode gelang die erste Totalsynthese eines kurzen Gens (für eine Suppressor-tRNA). Allerdings sind die Reaktionszeiten der einzelnen Kondensationsschritte relativ lang und die Reaktionsausbeute nimmt mit zunehmender Länge der synthetisierten Kette schnell ab, da die dritte Hydroxy-Gruppe der Phosphat-Gruppe im weiteren Verlauf der Synthese ungeschützt bleibt. Diese Methode ist deshalb heute nur noch von historischer Bedeutung. Alternative Verfahren sind die Phophotriester-Methode und die Phosphittriester-Methode.

Siehe auch: Phosphittriester-Methode , Phosphotriester-Methode , Phosphoramidit