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Peptidoglycan-SchichtZoomA-Z

Fachgebiet - Mikrobiologie, Biochemie

Bakterielle Zellen sind von einem sackartigen Makromolekül umgeben, das ihre charakteristische Form bestimmt und den Bakterien mechanische Stabilität verleiht. Diese Schutzschicht wird Mureinsacchulus oder auch Peptidoglucan-Schicht genannt, da sie aus Peptid- und Zuckereinheiten aufgebaut ist. Das Grundgerüst des Peptidoglucans besteht aus alterniernd angeordneten N-Acetylglucosamin- und N-Acetylmuraminsäure-Einheiten in β-1,4-glucosidischer Bindung. Querverbindungen durch Tetrapeptide vernetzen diese linearen Polypeptidketten und geben dem Grundgerüst seine Stabilität. Die Peptidoglucan-Schicht enthält häufig D-Aminosäuren (D-Gln, D-Ala), die das Bakterium vor dem Angriff durch Proteasen schützen.

Die Peptidoglycan-Schicht Gram-negativer Bakterien ist mit ein bis drei Schichten (ca. 3 nm) relativ dünn, während Gram-positive Bakterien einen ca. 25 nm dicken Mureinsacchulus haben.

Siehe auch: Gramfärbung