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oxidative AdditionZoomA-Z

Fachgebiet - Metallorganische Chemie

Die oxidative Addition gehört zu der Elementarschritten metallorganischer Reaktionen.

Bei der oxidativen Addition reagiert eine Verbindung X-Y mit einem Metallkomplex [M], in dem das Metall M freie Koordinationsstellen aufweist und in der Regel in einer niedrigen Oxidationsstufe n vorliegt. Unter Insertion des Metallkomplexes in die X-Y-Bindung bildet sich ein neuer Metallkomplex X-[M]-Y. Koordinationszahl und Oxidationsstufe des Metalles M werden dabei jeweils um zwei erhöht. Gängige Substrate X-Y sind z.B. Wasserstoff (H2), Halogene (X2) oder Halogenkohlenwasserstoffe (R-X). Auch Kohlenwasserstoffe oder Silane können eingesetzt werden, die Insertion kann dabei je nach Fall sowohl in C-H- und Si-H-Bindungen als auch in C-C- und Si-Si-Bindungen stattfinden.

Die Umkehrreaktion der oxidativen Addition ist die reduktive Eliminierung.

Abb.1
Oxidative Addition und reduktive Eliminierung

Siehe auch: reduktive Eliminierung

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

Palladium-katalysierte Kreuzkupplungen und verwandte ReaktionenLevel 215 min.

ChemieOrganische ChemieMetallorganische Verbindungen

Für den organisch-synthetisch arbeitenden Chemiker sind Reaktionen zum Aufbau von Bindungen zwischen Kohlenstoff-Atomen ein wichtiges Handwerkszeug. Sie erlauben es ihm kleine Moleküle zu grossen Verbindungen zusammenzubauen, z. B. um neue Wirkstoffe zu synthetisieren oder natürliche vorkommende Substanzen im Labor herzustellen. Zu den besonders interessanten C-C-Verknüpfungsreaktionen gehören die Palladium-katalysierten Kreuzkupplungen und die Heck-Reaktion, die in ihren vielen Varianten zahlreiche neue Synthesemöglichkeiten eröffnen.

Metallorganische ElementarschritteLevel 240 min.

ChemieAnorganische ChemieHomogene Katalyse

Die Lerneinheit behandelt wichtige metallorganische Elementarschritte in der Komplexkatalyse, wie z.B. die Ligandanlagerung, die oxidative Kupplung, die oxidative Addition und die Insertion sowie deren Umkehrungen. Wichtige Kennzahlen zur Charakterisierung des Reaktionstyps sind die Änderung der Zahl der Valenzelektronen, die Änderung der Oxidationsstufe sowie die Änderung der Koordinationszahl.