zum Directory-modus

Wilhelm OstwaldZoomA-Z

Biographie

Geboren
02. September 1853 in Riga
Gestorben
04. April 1932 in Leipzig

Ostwald gilt als Mitbegründer und wesentlicher Organisator der physikalischen Chemie. Einer seiner Schwerpunkte lag auf dem Gebiet der Elektrochemie, das er durch das nach ihm benannten Verdünnungsgesetz für Elektrolyte bereicherte. Zu seinen Schülern gehörten Arrhenius, van't Hoff und Nernst. Die Durchsetzung der elektrolytischen Dissoziationstheorie erfolgte im Wesentlichen durch Ostwald und seine Schule sowie durch die 1887 von ihm gegründete "Zeitschrift für physikalische Chemie". 1894 gründete er die Deutsche Elektrochemische Gesellschaft, die spätere Deutsche Bunsen-Gesellschaft für angewandte physikalische Chemie, deren Vorsitzender er bis 1898 war.

1909 erhielt Ostwald den Chemie-Nobelpreis für seine Arbeiten über Katalyse, das chemische Gleichgewicht und Reaktionsgeschwindigkeiten. Schon vorher hatte er viele Auszeichnungen erhalten.

Ostwald war seit 1879 mit Helene von Reyher verheiratet und hatte fünf Kinder. Nach seiner Emeritierung beschäftigte er sich intensiv mit Naturphilosophie. Er unterstützte auch die Friedensbewegung seiner Zeit. Einer von ihm entwickelten Farbenlehre blieb die allgemeine Anerkennung versagt.

Chronologie

1853Geboren am 02. September in Riga
1872 - 1875Studium der Chemie an der Universität Dorpat
1875 - 1877Assistentenstelle im Physikalischen Institut unter Professor Arthur von Oettingen, später am Chemischen Institut unter Carl Schmidt.
1877 - 1881unbezahlte Dozentenstelle an der Universität Dorpat
1881Professor für Chemie am Polytechnikum in Riga
1887 - 1906Professor für Chemie in Leipzig
1904 - 1905Gastprofessur in Harvard
1932Gestorben am 04. April in Leipzig