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OktanzahlZoomA-Z

Fachgebiet - Petrochemie

Die Klopffestigkeit von Kraftstoffen für Ottomotoren wird über die Oktanzahl definiert. Das Klopfen signalisiert eine zu früh einsetzende Explosion des Kraftstoffs, die nicht durch den Zündfunken der Zündkerze ausgelöst wird, sondern durch die hohe Verdichtung. Dies kann zur Schädigung der Lager der Kolbenstangen führen, da der Kolben im Zylinder des Motors nach unten beschleunigt wird, obwohl er sich noch nicht im oberen "Totpunkt" befindet. Somit bedeutet eine hohe Klopffestigkeit, dass der Treibstoff nicht unkontrolliert verbrennt, sondern gesteuert durch Zündfunken, Einspritzung oder Kompression.

Je nach Prüfbedingungen wird zwischen Motor-Oktanzahl (MOZ) und Research-Oktanzahl (ROZ) unterschieden. ROZ entspricht der Belastung im Stadtverkehr und MOZ der getesteten Belastung des Motors bei gleichmäßiger hoher Belastung. Reinem i-Octan (2,2,4-Trimethylpentan, C8H18) wurde per Definition die Oktanzahl 100 und n-Heptan (C7H16) die Zahl 0 zugeordnet. So hat Normalbenzin beispielsweise die ROZ 91. Das bedeutet, dass die Klopffestigkeit des Benzins einem Gemisch aus 91 Volumenprozent i-Octan und neun Prozent n-Heptan entspricht.

Methoden das Rohbenzin klopffester zu machen, sind unter anderem das Reformieren und das Crackverfahren. Auch Zusätze toxikologisch bedenklicher Aromaten wie Benzol (ROZ 99), Toloul (ROZ 110) oder o-Xylol (ROZ 120) würden die Klopffestigkeit erhöhen. Bis 1985 wurde die Klopffestigkeit des Benzins durch den Zusatz von toxischem Bleitetraethyl erhöht.

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

Erdöl-AufarbeitungLevel 245 min.

ChemieTechnische ChemieProduktionstechnik

Diese Lerneinheit behandelt die Aufarbeitung des Erdöls. Dabei wird auf die grundlegenden Prozesse in einer Raffinerie eingangen: Destillation, Cracken, Reformieren, Entschwefeln.