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NSAIDZoomA-Z

Fachgebiet - Pharmazie

NSAID ist eine Abkürzung für non-steroidal anti-inflammatory drugs, also Medikamente, die bei Entzündungen, Fieber und Schmerz eingesetzt werden und nicht auf Steroiden basieren. In diese Gruppe fallen beispielsweise Acetylsalicylsäure, Ibuprofen oder Diclophenac, während Paracetamol (Acetaminophen) streng genommen kein NSAID ist, obwohl es mitunter zu diesen gerechnet wird. Paracetamol bindet zwar am gleichen Wirkort, hat aber nur eine geringe anti-inflammatorische Wirkung.

Die meisten NSAIDs inhibieren die Cyclooxygenasen COX-1 und COX-2, die die Bildung von Prostaglandinen und Thromboxanen aus Arachidonsäure katalysieren. COX-1 ist dabei überwiegend im Magen-Darm-Epithel und in Blutplättchen aktiv, während COX-2 vor allem durch Cytokine und Wachstumsfaktoren induziert wird. Da die Prostaglandine auch für die Aufrechterhaltung der Magenschleimhaut wichtig sind, besteht bei einer längerfristigen Behandlung mit den klassischen NSAIDs immer die Gefahr, dass sich Magengeschwüre oder Blutungen entwicken. Mittlerweile wurde eine neue Klasse selektiver COX-2-Inhibitoren (Coxibe) entwickelt, die zwar magenschonender sind, aber möglicherweise erhebliche kardiovaskuläre Nebenwirkungen haben.

Weitere Informationen zur Hemmung der Cyclooxygenase durch NSAIDs.

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

2.1 - 2.5 - Aspirin (gesamt)Level 4100 min.

PharmazieArzneimittelThemenreise Wirkstoffe

Die Abschnitte dieser Lerneinheit beschreiben die historischen Zusammenhänge und die Entdeckung des Aspirins durch Felix Hoffmann, sowie die im Laufe des 20. Jahrhunderts neu entdeckten Indikationsgebiete für Aspirin. Nach einer ausführlichen Behandlung der biochemischen Grundlagen der Aspirin-Wirkung durch Hemmung der Cyclooxygenase im Arachidonsäure-Stoffwechsel folgen eine Erläuterung der medizinisch-chemischen Zusammenhänge zwischen den Indikationsgebieten Schmerz, Entzündung, Fieber sowie Herz-Kreislauferkrankungen und der Aspirin-Wirkung. Den Abschluss bildet ein umfangreiches Kapitel, in dem die Struktur der Cyclooxygenase und die molekularen Wechselwirkungen zwischen Aspirin und der Cyclooxygenase beschrieben werden.

2.5 - Aspirin - Hemmung der CyclooxygenaseLevel 460 min.

PharmazieArzneimittelThemenreise Wirkstoffe

Diese Lerneinheit beschreibt detailliert die molekularen Wechselwirkungen zwischen Aspirin und der Cyclooxygenase und vergleicht diese mit denen zwischen Flurbiprofen und der Cyclooxygenase. Daraus ergibt sich der Zusammenhang zwischen den verschiedenen hemmenden Eigenschaften des Aspirins und anderer NSAIDs aus den unterschiedlichen molekularen Wechselwirkungen mit der Cyclooxygenase. Den Abschluss bildet eine ausführliche Betrachtung der unterschiedlichen hemmenden Wirkungen des Aspirins auf die verschiedenen Cyclooxygenase-Isoformen und den daraus folgenden biologischen Konsequenzen.