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NozizeptorZoomA-Z

Fachgebiet - Neurobiologie, Zellbiologie, Medizin

Nozizeptoren oder Nozirezeptoren (von lat. nocere "schaden") sind Schmerzrezeptoren, die aufgrund einer entsprechend hohen Reizschwelle nur auf (potenziell oder tatsächlich) gewebeschädigende Reize reagieren. Diese Rezeptoren liegen als dünne, freie Nervenendigungen in hoher Dichte in der Haut, finden sich aber auch z.B. in Muskeln, Gelenken und Eingeweiden. Nozizeptoren sprechen vor allem auf physikalische Reize wie Druck und Temperatur an. Durch Mediatoren wie Bradykinin, Histamin, Serotonin oder Prostaglandine, die bei Entzündungsreaktionen oder Gewebeschäden freigesetzt werden, sinkt die Erregungsschwelle der Rezeptoren, so dass der Mensch Schmerzen eher und stärker wahrnimmt.

Nozizeptoren werden anhand der Fasertypen (dünne, markhaltige A'- oder dünne, marklose C-Fasern) und der Stimulierbarkeit durch mechanische, chemische oder thermische Reize klassifiziert. Rezeptoren mit den schnell leitenden A'-Fasern erzeugen einen stechenden Schmerz wie er z.B. durch einen Nadelstich entsteht. Nozizeptoren mit C-Fasern sind langsam leitende Fasern, die den dumpfen, häufig tiefer liegenden Schmerz weiterleiten.

In der medikamentösen Schmerztherapie wird versucht, die Aktivität der Nozizeptoren zu hemmen. Zu den direkt oder indirekt am Nozizeptor wirkenden Substanzen gehören steroidale und nicht-steroidale Analgetika (siehe auch NSAID), Capsaicin-Analoga, Bradykinin-Antagonisten und Opioide.

Abb.1

Capsaicin, der Scharfstoff der Chili-Schote, bindet an den Nozizeptor VR1 (Vanilloid-Rezeptor, Capsaicin-Rezeptor).

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

2.1 - 2.5 - Aspirin (gesamt)Level 4100 min.

PharmazieArzneimittelThemenreise Wirkstoffe

Die Abschnitte dieser Lerneinheit beschreiben die historischen Zusammenhänge und die Entdeckung des Aspirins durch Felix Hoffmann, sowie die im Laufe des 20. Jahrhunderts neu entdeckten Indikationsgebiete für Aspirin. Nach einer ausführlichen Behandlung der biochemischen Grundlagen der Aspirin-Wirkung durch Hemmung der Cyclooxygenase im Arachidonsäure-Stoffwechsel folgen eine Erläuterung der medizinisch-chemischen Zusammenhänge zwischen den Indikationsgebieten Schmerz, Entzündung, Fieber sowie Herz-Kreislauferkrankungen und der Aspirin-Wirkung. Den Abschluss bildet ein umfangreiches Kapitel, in dem die Struktur der Cyclooxygenase und die molekularen Wechselwirkungen zwischen Aspirin und der Cyclooxygenase beschrieben werden.

2.3 - Aspirin - KrankheitenLevel 260 min.

PharmazieArzneimittelThemenreise Wirkstoffe

Diese Lerneinheit erläutert die medizinisch-chemischen Zusammenhänge zwischen den Indikationsgebieten Schmerz, Entzündung, Fieber sowie Herz-Kreislauferkrankungen und Prostaglandinen und somit der Aspirin-Wirkung (Hemmung der Prostaglandin-Biosynthese).