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Nickel-Cadmium-AkkumulatorZoomA-Z

Fachgebiet - Elektrochemie

Abb.1
Nickel-Cadmium-Akkumulator

In alkalischem Milieu arbeitendes, wiederaufladbares Sekundärelement (auch Sekundärzelle), dessen positiver Pol in geladenem Zustand aus Nickel(III)-oxidhydroxid besteht, während die negative Elektrode mit fein verteiltem Cadmium beladen ist. Als Elektrolyt dient in der Regel 20 %ige Kaliumhydroxid-Lösung (Kalilauge).

NiO(OH)+H2O+e-Ni(OH)2+OH-Cd+2OH-Cd(OH)2+2 e-EntladevorgangLadevorgang

Ein Nickel-Cadmium(NiCd)-Akkumulator erzeugt eine nominale Spannung von etwa 1,2V. Technische Anwendung findet der Akku in Form von offenen und auch gasdichten Zellen.

Der NiCd-Akku wurde 1899 in Schweden von W. Jungner entwickelt und ab 1910 industriell gefertigt. Bis in die 1990er Jahre gehörte dieser Akkumulator-Typ neben dem Blei-Akku zu den meistverwendeten wiederaufladbaren Batterien im Endverbraucherbereich, inzwischen ist dessen Gebrauch aufgrund gesetzlicher Einschränkungen bei der Nutzung des toxischen Schwermetalls Cadmium und zur Verfügung stehenden Alternativen auf Nickel-Metallhydrid(NiMH)- und Lithium-Basis rückläufig.

Siehe auch: Akkumulator

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

Elektrochemische StromquellenLevel 145 min.

ChemieAllgemeine ChemieElektrochemie

Aufbau und Funktionsweise von verschiedenen elektrochemischen Stromquellen werden dargestellt.