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negative RückkopplungZoomA-Z

Der Begriff negative Rückkopplung beschreibt einen Regelkreis, bei dem die Veränderung einer Variablen eine Wirkung verursacht, welche die ursprüngliche Veränderung hemmt oder ihr entgegenwirkt.

Negative Rückkopplung führt im Allgemeinen zur Stabilisierung einer Größe in Regelkreisen. Regelkreise mit negativer Rückkopplung sind in biologischen Zusammenhängen häufig zu beobachten. Wenn beispielsweise in einem Ökosystem die Population an Fressfeinden wächst (Veränderung der Variable), hat dies zur Folge, dass die Zahl der Beutetiere absinkt (Wirkung). Da somit die Nahrungsquelle verkleinert wird, ergibt sich mit der Zeit auch wieder ein Zurückgehen der Population an Fressfeinden, d.h. dem ursprünglichen Anwachsen der Population wird entgegengewirkt.

Fachgebiet - Biochemie

In der Biochemie werden viele Stoffwechselketten durch negative Rückkopplung reguliert. Die Steigerung einer Enzymaktivität führt bei ausreichender Menge an Substraten zu erhöhtem Durchsatz und zu erhöhter Produktbildung. Dieses Produkt (oder ein Produkt, das weiter hinten in der Stoffwechselkette liegt) kann durch negative Rückkopplung dem Anstieg der Enzymaktivität entgegenwirken, wie es bei der Endprodukt-Hemmung der Fall ist.