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NebenniereZoomA-Z

Fachgebiet - Physiologie

Die Nebenniere (lat. Glandula adrenalis oder Glandula suprarenalis) ist eine paarige Hormon-Drüse. Beim Menschen befinden sich die Nebennieren auf den oberen Bereichen beider Nieren. Eine Nebenniere des Menschen wiegt etwa 5 g, ist ca. 3 cm lang und 1,5 cm breit.

Die Nebennieren sind dem hormonellen Regelkreislauf und dem vegetativen Nervensystem unterstellt. Aus der Nebennierenrinde (lat. Cortex glandulae suprarenalis) wurden über 50 Hormone mit Steroidstruktur isoliert, die u.a. androgene Wirkung besitzen oder auf den Kohlenhydrat-Stoffwechsel (Glucocorticoide) sowie den Kalium-Natrium-Haushalt (Mineralocorticoide) wirken. Der Befehl zur Biosynthese der Glucocorticoide wird z.B. durch das aus dem Hypophysenvorderlappen freigesetzte Peptidhormon ACTH1) erteilt, das spezifisch an Melanocortinrezeptoren der Nebennierenrinde bindet.

Im Nebennierenmark (lat. Medulla glandulae suprarenalis) werden insbesondere die Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin aus der Aminosäure L-Tyrosin gebildet und freigesetzt.

1)ACTH: adrenocorticotropes Hormon

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

SteroideLevel 230 min.

BiochemieSignal- und StofftransportHormone

Einführung in die Biosynthese, die Molekülstrukturen und die Funktion der Steroide.

NebenniereLevel 230 min.

BiochemieSignal- und StofftransportHormone

Erläuterung des Aufbaus und der Funktion der Nebenniere; Unterscheidung von Mark und Rinde; Aufgaben der Nebenniere im Hormonsystem.