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NachweisgrenzeZoomA-Z

Fachgebiet - Analytische Chemie

Definition
Die Nachweisgrenze eines Analyten ist die kleinste nachzuweisende Menge des Analyten in einer Probe, wobei jedoch kein exakter quantitativer Wert erhalten werden muss.

Beschreibung:

Die Nachweisgrenze, ausgedrückt als eine Konzentration cL oder Menge qL, wird vom kleinsten Signal S, welches mit einer ausreichenden Sicherheit bei einer analytischen Messung bestimmt wurde, erhalten. Der Wert von S ergibt sich zu: S=S1+ksb1 mit S1als Blindwert, sb1 als Standardabweichung des Blindwertes, und k als numerischem Faktor in Abhängigkeit vom erforderlichen Vertrauensintervall. Für die meisten Zwecke wird die Nachweisgrenze als 3sb1 oder dem dreifachen des Signal-Rausch-Verhältnisses festgelegt.

Beispiel

Nach einer angemessenen Probenvorbereitung wird die Konzentration von Pentachlorphenol (PCP) in einer Umweltprobe mittels Gaschromatographie bestimmt.

Für das Basislinienintegral unterhalb des PCP-Peaks (Blindwert) ergibt sich ein Wert von S1=15753 (willkürliche Einheit) mit einer Standardabweichung von sb1=458.

Unter der Annahme, dass die Daten normalverteilt sind, ergibt sich für die Nachweisgrenze:

S=15753+(3458)=17127 (willkürliche Einheit)

Mit einer Empfindlichkeit von 4711 (willkürliche Einheit)/(ngL-1) ergibt sich für die Nachweisgrenze ein Wert 36,4 ngL-1.

Siehe auch: Blindwert

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

Maßzahlen einer VerteilungLevel 130 min.

ChemieAnalytische ChemieChemometrie

Zusammenhang von Vertrauensbereich, Analysen- und Kalibrierfunktion mit Nachweis-, Bestimmungs- und Erfassungsgrenze