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NachtschattengewächseZoomA-Z

Fachgebiet - Botanik

Die Nachtschattengewächse (Solanaceae) sind eine Familie der bedecktsamigen Blütenpflanzen. Die Familie hat gut 95 Gattungen mit mehr als 2.000 Arten. Sie ist insbesondere in Mittel- und Südamerika weit verbreitet und kommt nur in den Kaltgebieten der Erde gar nicht vor. Die Pflanzen sind Kräuter oder kleine Sträucher. Ihre Blätter sind wechselständig, die Blüten haben eine radiale Symmetrie und einen charakteristischen Fruchtknoten, bestehend aus zwei Fächern, der schräg in der Blüte liegt. Die Früchte sind Beeren oder Kapseln.

Eine ganze Reihe wichtiger Nutzpflanzen gehören zu den Nachtschattengewächsen: Kartoffel (Solanum tuberosum), Tomate (Lycopersicum esculentum), Tabak (Nicotiana tabacum) sowie Giftpflanzen wie Tollkirsche (Atropa bella-donna), Bilsenkraut (Hyoscyamus niger) oder Mandragora (Mandragora spec.) und Zierpflanzen wie Engelstrompete (Brugmansia spec.) und Judenkirsche (Physalis alkekengi).

Die Nachtschattengewächse enthalten vor allem Alkaloide (z.B. Atropin, Scopolamin, Solanin) und Steroidverbindungen (so Solasodin bei Solanum laciniatum). Nachtschattengewächse werden häufig wegen ihrer narkotischen oder halluzinogenen Wirkung als Rausch-, Zauber- oder Hexenpflanzen genutzt.

Abb.1
Solanin, der Hauptgiftstoff der Kartoffel

Siehe auch: Alkaloide , Steroide

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

Nahrungsmittelallergien und -unverträglichkeitenLevel 145 min.

BiochemieMedizinische Chemie und BiochemieImmunologie

Eine Einführung in das Thema der Nahrungsmittelallergien und -intoleranzen. Vorgestellt werden die verschiedenen Unverträglichkeitsreaktionen auf Nahrungsmittel mit und ohne Beteiligung des Immunsystems. Zusätzlich werden praktische Tipps gegeben, die Auslöser von Nahrungsmittelunverträglichkeiten zu ermitteln und zu meiden.

Heimische PflanzengifteLevel 245 min.

ChemieToxikologieToxine

Um nicht gefressen zu werden, haben viele Pflanzen im Laufe der Evolution Stoffe entwickelt, die beim Fressfeind einen unangenehmen Geschmack oder Vergiftungen erzeugen. Allen Pflanzen hat das nicht genutzt. Generell können Pflanzen in die Gruppen "gering giftig" und "stark giftig" eingeteilt werden. Vergiftungen durch gering giftige Pflanzen, wie z.B. Krokusse und Tulpen, äußern sich durch Hautreizungen und bei Verzehr durch Bauchschmerzen, Durchfall und Erbrechen. Vergiftungen von stärker giftigen Pflanzen dagegen können u.a. von Schweißausbrüchen, Krämpfen über Lähmungen bis hin zum Tod führen. In dieser Lerneinheit werden die Gifte verschiedener Pflanzen vorgestellt. Pflanzen, wie sie in unseren Vorgärten wachsen oder die wir sogar als Nahrung zu uns nehmen. Es wird auf den Grad der Giftigkeit hingewiesen und wie sich eine Vergiftung äußert.