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Stanford MooreZoomA-Z

Biographie

Geboren
04. September 1913 in Chicago (Illinois, USA)
Gestorben
23. August 1982 in New York (NY, USA)

Von 1939 an arbeitete Stanford Moore an der Rockefeller-Universität in New York. Dort forschte er wie auch William H. Stein über das Bauchspeicheldrüsenenzym Ribonuclease. Diese 1920 beschriebene Ribonuclease erwies sich als geeignetes Untersuchungsobjekt, da sie wie alle Ribonucleasen extrem hitzebeständig und stabil gegenüber ´pH-Änderungen ist.

1949 gelang den beiden Wissenschaftlern die Ermittlung der Aminosäurezusammensetzung des Enzyms. Um zu diesem Ziel zu gelangen, mussten sie die notwendigen Methoden, d.h. Säulenchromatographie, Fraktionssammler und quantitative Analyse mittels Ninhydrin entwickeln. Das Ergebnis ihrer Arbeit führte zur Entwicklung des ersten automatischen Aminosäureanalysators, eine Methode, die für die heutige Biochemie unerlässlich ist.

Schließlich gelang Stein und Moore 1961 die vollständige Proteinsequenzierung der Ribonuclease - nach dem Peptidhormon Insulin die erste Sequenz eines Enzyms. Dazu benutzten sie die Methoden von Frederick Sanger. Außerdem konnten sie das aktive Zentrum und die Funktionsweise des Enzyms aufklären, womit sie zeigen konnten, dass Aminosäuren, die in der Kette weit entfernt liegen, im Raum dennoch benachbart sind. Für ihre Arbeiten erhielten sie gemeinsam mit Christian B. Anfinsen, der wesentliche Beiträge zur dreidimensionalen Struktur der Ribonuclease beisteuerte, 1972 den Nobelpreis für Chemie.

Chronologie

1913Geboren am 04. September in Chicago (Illinois, USA)
1931 - 1935Studium Chemie an der Vanderbuilt-University
1935 - 1938Promotion an der University of Wisconsin in Madison
1939 - 1952wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Rockefeller-University in New York
1952 - 1982Professor an der Rockefeller-University in New York
1982Gestorben am 23. August in New York (NY, USA)