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MonamycinZoomA-Z

Fachgebiet - Pharmazie

Abb.1
Struktur der Monamycine

Mit dem Begriff Monamycin bezeichnet man eine antibakteriell wirksame Mischung von 15 cyclischen Depsipeptiden, die jeweils aus sechs Bausteinen bestehen (Cyclohexadepsipeptide). Die zu Beginn der 1970er Jahre charakterisierten Verbindungen werden von dem Actinomyceten Streptomyces jamaicensis produziert.

Jede Molekülspezies setzt sich aus einer α-Hydroxysäure (entweder L-2-Hydroxy-3-methylbutansäure oder L-2-Hydroxy-3-methylpentansäure) und fünf α-Amino- oder Iminosäuren zusammen. Zu den Letzteren gehören N-Methyl-D-leucin, L-Prolin (oder trans-4-Methyl-L-prolin), D-Isoleucin (oder D-Valin) und Derivate der Hexahydropyridazin-3-carbonsäure. Zu den Derivaten der Hexahydropyridazin-3-carbonsäure gehören sowohl natürliche Chloro- als auch synthetische Bromo-Verbindungen.

Monamycine gehören zu den kleinen Molekülen, die den TF2F-Transkriptionsfaktor inhibieren. TF2F-Trankriptionsfaktoren sind Proteine, die in allen Eukaryonten vorkommen und an der Proliferation von Zellen beteiligt sind. Inhibitoren dieses Transkriptionsfaktors gelten als interessante Moleküle, die in der Tumortherapie eingesetzt werden könnten. Monamycine werden deshalb auch als Antitumor-Antibiotika bezeichnet.

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

AntibiotikaLevel 290 min.

BiochemieMedizinische Chemie und BiochemieWirkstoffe

In dierser Lerneinheit werden die wichtigsten Antibiotika vorgestellt und ihre Verwendung in der Medizin erläutert.