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mittleres molares MischungsvolumenZoomA-Z

Fachgebiet - Thermodynamik

Wenn man zwei Flüssigkeiten A und B miteinander mischt, ist eine Abweichung des Volumens von der einfachen Addition der einzelnen Volumina der beiden Stoffe zu beobachten. Die Ursache dafür liegt in den intermolekularen Wechselwirkungen der Stoffe untereinander. Ein Beispiel für derartige Wechselwirkungen sind Wasserstoff-Brückenbindungen, wie sie sich beim Mischen von Ethanol und Wasser ausbilden.

Die beim Mischungsvorgang eintretende Volumenänderung kann bei idealen Mischungen (ideale Mischung) durch Molvolumina und bei realen Mischungen (reale Mischung) durch partielle molare Mischungsvolumina beschrieben werden:

V¯id=Vidn=1niniVm,i=ixiVm,iV¯re=Vren=1ni(Vni)p,T,njini=ixiVpart,in=ini
Legende
V¯id-mittleres molares Mischungsvolumen (ideale Mischung)
V¯re-mittleres molares Mischungsvolumen (reale Mischung)
VidVre-ideales, reales Mischungsvolumen
n-Gesamtstoffmenge der Mischung
ni-Stoffmenge von Komponente i
xi-Stoffmengenanteil
Vm,i-molares Volumen von Komponente i
Vpart,i-partielles Volumen von Komponente i

Siehe auch: Exzessvolumen

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

Volumen realer MischungenLevel 160 min.

ChemiePhysikalische ChemieThermodynamik

Diese Lerneinheit führt in die thermodynamische Beschreibung realer Mischungen ein. Hierfür müssen wir uns mit den so genannten partiellen molaren Größen anfreunden, die für extensive Zustandsgrößen definiert werden. Zum Beispiel gestatten die partiellen molaren Volumina von Ethanol und Wasser eine quantitative Auswertung von experimentellen Ergebnissen für das reale Mischungsvolumen.