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MikroverkapselungZoomA-Z

Fachgebiet - Technische Chemie, Produktionstechnik

Die Mikroverkapselung ist eine Methode, bei der ein fester, flüssiger oder auch gasförmiger Stoff (das Kernmaterial) mit einem polymeren oder anorganischen Wandmaterial umhüllt wird. Durch diese Methode können Wirkstoffe stabilisiert, voneinander getrennt oder vor Einflüssen der Umgebung geschützt werden. Je nach Einsatz verschiedener Wand- und Kernmaterialien ergeben sich vielfältige Einsatzmöglichkeiten wie z.B. in der Druckindustrie (Durchschreibepapier, mikroverkapselte Duftstoffe), der Lebensmittelchemie (Backmischungen, probiotische Joghurtkulturen), der pharmazeutischen Industrie (Retard-Präparate mit KCl oder Aspirin) oder der Kosmetik-Industrie (verkapselte UV-Filter, Vitamine und Öle).

Für die Verkapselung flüssiger und fester Kernmaterialien wird häufig das Rührkesselverfahren eingesetzt. Dabei wird zunächst der Wandbildner gelöst und das Kernmaterial dispergiert, bevor die Wandbildung durch eine pH- oder Temperaturanderung oder den Zusatz von Fällungsmitteln bzw. Polymerisationsstartern eingeleitet wird. Die fertigen Kapseln werden dann von der Flüssigphase getrennt und getrocknet. Andere Verfahren wie die Doppelemulsionsmethode basieren auf Wasser-in-Öl-in-Wasser-Emulsionen und sind besonders für die Verkapselung von Flüssigkeiten geeignet.

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

MikroverkapselungLevel 145 min.

ChemieTechnische ChemieProduktionstechnik

Die Mikroverkapselung findet breite Anwendung bei zahlreichen industriellen Prozessen, z.B. in der Druckindustrie, der pharmazeutischen Industrie, der Biotechnologie oder der Agrarchemie. Viele mikroverkapselte Produkte sind zu Gebrauchsgegenständen des tägliches Lebens geworden, ohne dass man sich der faszinierenden Technik, die ihnen zugrunde liegt, bewusst ist. Diese Lerneinheit ist eine Einführung in die Herstellung von Mikrokapseln und ihre vielseitige Verwendung.