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MikrophasenseparationZoomA-Z

Fachgebiet - Makromolekulare Chemie

Mikrophasenseparation (oder Mikrophasenseparierung) ist ein Phänomen, welches bevorzugt bei Blockcopolymeren auftritt. Sie tritt auf, wenn die Bestandteile der Copolymere nicht vollständig miteinander mischbar sind. Dann ordnen sich die Makromoleküle so an, dass jeweils gleichartige Bereiche verschiedener Makromoleküle nebeneinander liegen und dadurch einen Bereich gleichartiger Zusammensetzung bilden, der von Bereichen anderer Zusammensetzung umgeben ist. Durch diese Trennung in verschiedene Bereiche ist die Bedingung einer eigenen Phase erfüllt ist. Da die Phasen aber nur mikroskopisch klein und nicht unabhängig voneinander sind, spricht von separierten Mikrophasen.

Auf Grund der Mikrophasenseparation sind für Block- und Pfropfcopolymere oft zwei Glasübergangstemperaturwerte (Tg) feststellbar, die den Werten der jeweiligen Homopolymere entsprechen.

Wenn ein Bestandteil des Copolymeren zur Bildung von kristallinen Strukturen neigt, bilden sich harte Mikrophasen, die auch als Vernetzungsstellen wirken können. Bleibt die andere Phase weich und beweglich, so bildet sich ein Elastomer. Da die kristallinen Bereiche beim Erwärmen "schmelzen", sind diese Werkstoffe thermoplastisch verformbar. Man nennt sie thermoplastische Elastomere. Ein Beispiel sind auch die Polyurethan-Elastomere.

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

Physikalische NetzwerkeLevel 220 min.

ChemieMakromolekulare ChemiePolymere Netzwerke

Die Besonderheiten der physikalischen Vernetzung von Polymeren werden vorgestellt. Insbesondere wird auf die Bedeutung von Wasserstoff-Brückenbindungen eingegangen. Auch Verhakungsnetzwerke als Beispiele für eine rein mechanische Vernetzung werden erwähnt.