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Johann Friedrich MiescherZoomA-Z

Biographie

Geboren
13. August 1844 in Basel
Gestorben
26. August 1895 in Davos

Miescher entdeckte die Substanz "Nuclein" im Labor von Felix Hoppe-Seyler in Tübingen. Er erhielt das Nuclein aus den Zellkernen von weißen Blutkörperchen, die er aus vereiterten Binden isolierte. Er konnte seine Substanz in einen Proteinanteil und einen säurefällbaren Anteil trennen. Damit erkannte er den Säurecharakter der Nucleinsäuren und konnte zeigen, dass neben Kohlenstoff, Stickstoff und Sauerstoff auch Phosphor enthalten ist. Heute ist die Substanz als Desoxyribonucleinsäure oder DNA bekannt. In Anerkennung seiner Pionierentdeckung benannte die Basler Universität ihr berühmtes Biozentrum nach Friedrich Miescher.

Neben der Entdeckung der Nucleinsäuren gelang Miescher auch die Beobachtung, dass die menschliche Atmung durch die Konzentration an Kohlendioxid im Blut reguliert wird.

Chronologie

1844Geboren am 13. August in Basel
1862Medizinstudium in Basel
1865Wechsel als Medizinstudent nach Göttingen in das Labor von Adolf Strecker
1868Promotion in Basel
1869Postdoc in Tübingen
1871Habilitation in Physiologie in Basel
1872 - 1895ordentlicher Professor für Physiologie in Basel
1895Gestorben am 26. August in Davos