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Fachgebiet - Immunologie, Biochemie

Abkürzung für englisch "major histocompatibility complex", Hauptgewebeverträglichkeitskomplex. Den MHC einer Zelle kann man mit einem Personalausweis vergleichen. An ihm erkennen die kontrollierenden Immunzellen, ob eine Zelle zum eigenen Organismus gehört, oder ob es sich um eine fremde Zelle handelt.

Im Subtyp MHC I präsentieren Körperzellen den cytotoxischen CD8-T-Zellen Proben ihrer eigenen Produktion.

Im Subtyp MHC II präsentieren Phagocyten den CD4-T-Helferzellen und den inflammatorischen CD4-T-Zellen Bruchstücke von aufgenommenem und zerlegtem Material (abgestorbene Zellen, Bakterien, Parasiten, Viren).

Beide Klassen des MHC sind transmembranständige Proteine. Ein MHC wird bereits im endoplasmatischen Retikulum mit dem zu präsentierenden Fragment beladen. Dieser MHC-Antigen-Komplex wird dann in einem Vesikel an die Zelloberfläche gebracht.

Siehe auch: T-Zellen , Makrophagen , spezifische Immunreaktion

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

Autoimmunität - eine EinführungLevel 130 min.

BiochemieMedizinische Chemie und BiochemieImmunologie

Das Immunsystem ist ein sehr effektiver Schutz zur Abwehr von Krankheitserregern. Unter bestimmten Voraussetzungen kann es sich jedoch gegen den eigenen Organismus wenden. Oft entstehen daraus schwerwiegende Autoimmunkrankheiten wie die multiple Sklerose, rheumatoide Arthritis, Diabetes Typ 1, Morbus Crohn oder die Zöliakie.