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MetastasenZoomA-Z

Fachgebiet - Medizin

In der Medizin wird der Begriff "Metastasen" vor allem für Tochtergeschwulste eines invasiv wachsenden Tumors in anderen Organen bezeichnet. Einzelne Krebszellen können sich vom Primärtumor lösen und werden mit dem Blut oder der Lymphe im Körper verbreitet. Diese Krebszellen können sich festsetzen und teilen sich dann weiter. Bei einigen Krebsarten geschieht das häufig schon in einem Stadium, in dem der Primärtumor aufgrund seiner noch geringen Größe kaum diagnostiziert werden kann - entsprechend schlecht sind damit auch die Heilungschancen für den Patienten.

Gutartige Tumoren metastasieren nicht, aber auch nicht jeder invasiv wachsende Tumor bildet Metastasen, so z.B. der Basalzellenkrebs, der daher auch "halb-bösartig" genannt wird.

Die meisten Krebszellen im Blut werden vom Immunsystem erkannt und vernichtet. Vermutlich setzen sich nur etwa 0,01 % dieser Krebszellen im Organismus fest und bilden eine Metastase. Aufgrund bestimmter Zelloberflächen-Merkmale werden bei manchen Krebsarten Metastasen bevorzugt in bestimmten Organen gebildet, so z.B. Nebennieren-Metastasen bei Lungenkrebs oder Lungen-Metastasen bei Brustkrebs.