zum Directory-modus

Robert Bruce MerrifieldZoomA-Z

Biographie

Geboren
15. Juli 1921 in Fort Worth (Texas, USA)

1959 bis 1962 entwickelte Merrifield ein Verfahren zur chemischen Synthese von Peptiden und Proteinen. Die nobelpreiswürdige Idee Merrifields bestand darin, dass er die Synthese in Lösung durch eine so genannte Festphasensynthese ablöste. Jetzt konnte man die monotone Polymerisation der einzelnen Aminosäuren schrittweise und ohne langwierige Isolierung der Zwischenprodukte durchführen. Durch den hohen Überschuss an Monomeren Bausteinen gelang eine bis dato nie gekannte Ausbeuteoptimierung. Merrifield musste zu seiner Festphasensynthese alles erfinden: den richtigen polymeren Träger, die Schutzgruppenchemie und die selektive Abspaltung des fertigen Produktes. Nachdem dieses Verfahren für die Proteine beschrieben war, begann man sehr schnell es auf die Synthese von Oligonukleotiden anzuwenden. Das gelang relativ zügig durch Hubert Köster im Labor von Friedrich Cramer (MPI Göttingen), so dass man heute Oligonukleotide sehr preiswert und in großer Menge darstellen kann. Damit ist Merrifield am Ende einer der wichtigsten Pioniere der Gen- und Biotechnologie überhaupt.

Robert Bruce Merrifield erhielt 1984 den Chemie-Nobelpreis.

Chronologie

1921Geboren am 15. Juli in Fort Worth (Texas, USA)
1939 - 1943Studium an der Universität von Kalifornien in Los Angeles
1949Promotion an der Universität von Kalifornien in Los Angeles
1949Postdoc am Rockefeller-Institut für Medizinische Forschung, New York (NY, USA)
1953Assistent an der Rockefeller-Universität New York
1957 - 1992Professor an der Rockefeller-Universität New York
1984Nobelpreis für Chemie für die Entwicklung der Fest-Phasenpeptidsynthese
Gestorben am . in