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LysosomZoomA-Z

Fachgebiet - Zellbiologie

Lysosomen sind von einer einfachen Membran umgebene Zellorganellen, die eine wichtige Rolle beim Abbau von durch die Zelle aufgenommenen Stoffen spielen. Sie enthalten eine Vielzahl von lysosomalen Enzymen, darunter Proteasen, Nucleasen, Lipasen und Phosphatasen, deren pH-Optima an den sauren pH-Wert von etwa 4,5 bis 5 innerhalb der Lysosomen angepasst sind. Lysosomen werden ähnlich wie Sekretionsvesikel am endoplasmatischen Retikulum gebildet und im distalen Bereich des Golgi-Apparats abgeschnürt.

Diese so genannten primären Lysosomen verschmelzen mit Endocytose-Vesikeln. Aus dieser Fusion gehen die sekundären Lysosomen hervor, in denen der hydrolytische Abbau der diversen von außen durch Endocytose aufgenommenen Verbindungen abläuft. Manche intrazellulären Parasiten wie Plasmodium (Erreger der Malaria) werden zwar mittels Endocytose in die Zelle aufgenommen, können jedoch die Verschmelzung mit einem primären Lysosom verhindern und dadurch überleben.

Es sind lysosomale Speicherkrankheiten bekannt, die rezessiv vererbt werden. Ihre Ursache sind Funktionsstörungen lysosomaler Enzyme, wodurch bestimmte Substanzen nicht mehr abgebaut werden können, sondern sich stattdessen im Cytoplasma in Vakuolen ansammeln.

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

Zellaufbau und ZellorganellenLevel 160 min.

BiochemieBiologische GrundlagenZellmorphologie

Anhand von Abbildungen und Animationen und einer umfangreichen Literatursammlung sowie ausgewählten Links wird in die Cytologie eingeführt.