zum Directory-modus

Otto LoewiZoomA-Z

Biographie

Geboren
03. Juni 1873 in Frankfurt am Main
Gestorben
25. Dezember 1961 in New York

Nach dem Studium der Medizin und seiner Promotion in Pharmakologie beschäftigte sich Otto Loewi an den Universitäten in Marburg, Wien und Graz mit unterschiedlichen Themen der Stoffwechselphysiologie, u.a. zu Nucleinsäuren, der Biosynthese von Proteinen und der Physiologie und Pharmakologie der Nieren. Mittels Experimenten an freigelegten Froschherzen gelang ihm Anfang der 1920er Jahre der Nachweis, dass zur Übertragung eines Nervensignals auf den Herzmuskel eine chemische Substanz notwendig ist. Für diese Arbeiten erhielt Loewi gemeinsam mit Henry Dale, dem es gelungen war, diese Substanz als Acetylcholin zu identifizieren, im Jahr 1936 den Nobelpreis für Medizin. Da Loewi Jude war, sah er sich 1938 gezwungen, Österreich zu verlassen. Nach kurzen Gastprofessuren in Brüssel und Oxford erhielt er eine Professur für Pharmakologie in New York und nahm später die amerikanische Staatsbürgerschaft an.

Chronologie

1873Geboren am 03. Juni in Frankfurt am Main
1891 - 1894Studium der Medizin in München und Straßburg
1896Promotion an der Universität Straßburg in Pharmakologie
1897 - 1898Assistent am Städtischen Krankenhaus in Frankfurt am Main
1900Habilitation in Marburg
1905Assistenzprofessor am pharmakologischen Institut der Universität Wien
1909Ruf auf den Lehrstuhl für Pharmakologie der Universität Graz
1936Nobelpreis für Medizin (gemeinsam mit Henry Dale)
1938Flucht aus Österreich
1940Pharmakologie-Professor an der New York State University
1961Gestorben am 25. Dezember in New York