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LipideZoomA-Z

Fachgebiet - Biochemie

Lipide (von griech. lipos, "Fett") sind eine chemisch sehr heterogene Gruppe von mehr oder weniger wasserunlöslichen Naturstoffen. Anhand ihrer Eigenschaften werden Lipide häufig in Fettsäuren, Triacylglyceride (Neutralfette), Cholesterol, Wachse und Terpene, Phospholipide, Glycolipide und Eicosanoide unterteilt, aber auch andere Klassifizierungen sind gebräuchlich.

Lipide sind oft Ester von langkettigen Fettsäuren und Alkoholen bzw. Alkohol-Derivaten, aber auch Steroide und Isopren-Derivate gehören zu dieser Gruppe. Allen Lipiden ist gemeinsam, dass sie in hydrophoben oder unpolaren Lösungsmitteln wie Chloroform, Benzin oder Ether gut löslich sind. Für lebende Organismen sind vor allem die amphiphilen Eigenschaften der Membranlipide von Bedeutung: während der polare Teil von Phospholipiden, Sphingolipiden oder Cholesterol zum wässerigen Lösungsmittel hin orientiert ist, assoziieren die unpolaren Anteile und bilden so Micellen und Membranen aus Lipiddoppelschichten.

Lipide nehmen im Organismus zahlreiche Aufaben wahr. Membranen dienen der Abgrenzung von Kompartimenten und dem Schutz des Zellinneren, lassen einen selektiven, gerichteten Stoffaustausch zu oder bilden eigenständige Reaktionsräume (z.B. für die Photosynthese oder die Atmungskette). Lipide spielen aber auch als Energie- und Kohlenstoffspeicher, Isolatoren, Vitamine (A, D, E oder K) und Cofaktoren (Ubichinon), Signalstoffe und Hormone (Prostaglandine) oder Pigmente (Carotinoide) eine wichtige Rolle. Die meisten Lipide kann der Mensch selbst synthetisieren, die fettlöslichen Vitamine gehören aber zu den essenziellen Lipiden, die mit der Nahrung aufgenommen werden müssen. Auch einige ungesättigte Fettsäuren (Linolsäure, Arachidonsäure) können von Tieren und Menschen nicht selbst synthetisiert werden.

Weitere Informationen zu Lipiden.

Siehe auch: Fettsäuren , Fette

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

Abbau und Aufbau von FettenLevel 2100 min.

BiochemieStoffwechselBiosynthesen

Beschreibung des Abbaus von Nahrungsfetten und der körpereigenen Fettsynthese