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LeinölZoomA-Z

Fachgebiet - Ernährung, Organische Chemie

Leinöl ist in den Samen des Leins (Linum) enthalten und macht etwa 40% der Samentrockenmasse aus. Leinöl besitzt einen sehr hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren. Es besteht aus einem Glycerid-Gemisch mit durchschnittlich ca. 50% Linolensäure, 20% Linolsäure, 15% Ölsäure und 12% der gesättigten Fettsäuren Palmitin- und Stearinsäure.

An der Luft erfolgt eine Autoxidation des Leinöls aufgrund der vielen ungesättigten Fettsäuren. Der Luftsauerstoff oxidiert die Doppelbindungen, wobei durch die entstehenden Peroxy-Radikale auch Vernetzungsreaktionen eintreten. Es bildet sich das feste Polymer Linoxyn, das wesentlicher Bestandteil von Ölfarbenanstrichen und des Linoleums ist.

Leinöl wird neben den technischen Verwendungen auch als Speiseöl, in pharmazeutischen Präparaten (z.B. in Salben zur Behandlung von Brandwunden und Ekzemen) und als mildes Abführmittel eingesetzt.