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Fachgebiet - Biochemie, Medizin

LDL ist die Abkürzung für die englische Bezeichnung "low density lipoproteins". Der Ausdruck beschreibt also Lipoproteine, die im Vergleich mit anderen Lipoproteinen eine relativ geringe Dichte aufweisen. Im Blutplasma kommen neben anderen Typen auch so genannte HDL und VLDL vor, die eine hohe bzw. sehr niedrige Dichte aufweisen. Die Dichte von Lipoproteinen wird durch die anteilige Zusammensetzung aus Proteinen und Lipiden bestimmt. Je höher der Anteil der Proteine ist, desto größer fällt die Dichte des Lipoproteins aus.

Der Lipidanteil von LDL besteht überwiegend aus Cholesterol und diversen Cholesterolestern. Während Lipoproteine vom HDL-Typ die Cholesterol-Derivate zur Leber transportieren, sorgt LDL für den Transport zu den Geweben und Zellen. Da ein zu hoher Cholesterol-Spiegel im Blut mit dem Risiko, eine Arteriosklerose zu entwicklen, korreliert, wird in der medizinischen Diagnostik die Menge an LDL im Blutplasma sowie das Verhältnis von LDL zu HDL bestimmt. Wenn keine weiteren Risikofaktoren vorliegen, gelten LDL-Konzentration unter 155 mg/dl Blut als unbedenklich. Nach einem Myokardinfarkt oder bei koronarer Herzkrankheit sollte die Konzentration allerdings 100 mg/dl Blut nicht übersteigen.

Siehe auch: HDL

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

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BiochemieSignal- und StofftransportTransportprozesse

Transportprozesse in tierischen Organismen werden an einigen Beispielen erläutert. Dazu gehört der Gastransport, der Glucose- und der Lipidtransport.

LipoproteineLevel 345 min.

BiochemieSignal- und StofftransportTransportprozesse

Beschreibung des Aufbaus, der Zusammensetzung und der Funktion von Lipoproteinen; Unterschied zwischen HDL, LDL und VLDL; Bedeutung im Fettstoffwechsel und medizinische Bedeutung.