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LösungswärmeZoomA-Z

Fachgebiet - Thermodynamik

Beim Auflösen eines Feststoffs in einem Lösungsmittel findet im Allgemeinen eine Aufnahme oder Abgabe von Wärme statt. Die Wärmeänderung bei konstantem Druck, also die Änderung der Enthalpie, wird als Lösungswärme ΔHL bezeichnet. Die Lösungswärme hängt dabei von der sich ergebenden Konzentration ab, also von den Mengenverhältnissen von Lösungsmittel (Solvens) und gelöstem Stoff (Solut).

So sind z.B. für das Auflösen von 1 mol Natriumchlorid in 1 mol Wasser ΔHL=+3,70 kJ und für das Auflösen derselben Salzmenge in 2 mol Wasser jedoch ΔHL=+4,07 kJ notwendig.

Die integrale molare Lösungswärme ΔHLi ist definiert als die Enthalpieänderung, die beim Bereiten einer einmolaren Lösung aus Solut und reinem Solvens auftritt:

ΔHLi=ΔHLn2n2=Molzahl Solut

Die differentielle molare Lösungswärme ΔHLd ist definiert als partielle molare Größe:

ΔHLd=((ΔHL)n2)p,T,n1p=DruckT=Temperaturn1=Molzahl Solvens

Anschaulich bedeutet die differentielle Lösungswärme diejenige molare Wärmeänderung, die sich ergibt, wenn man eine kleine Menge Solut zu einer großen Menge bereits vorhandener Lösung mit gegebener Konzentration gibt. Für stark verdünnte Lösungen stimmen integrale und differentielle molare Lösungswärme überein.

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

SalzlösungenLevel 220 min.

ChemieAllgemeine ChemieFlüssigkeiten

In dieser Lerneinheit wird auf das Thema Salzlösung eingegangen.

LösungsenthalpieLevel 130 min.

ChemieTechnische ChemieChemische Messtechnik

In der Lerneinheit werden die Grundlagen von Lösungsvorgängen und die Bedeutung der Lösungsenthalpie behandelt.

Praktikumsversuch LösungswärmeLevel 145 min.

ChemiePhysikalische ChemieThermodynamik

Die integrale Lösungswärme zweier Salze wird in einem Praktikumsversuch bestimmt.