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KristallisationsenthalpieZoomA-Z

Fachgebiet - Allgemeine Chemie, Thermodynamik

Die Kristallisationsenthalpie ist die Energie, die frei wird, wenn eine gegebene Menge eines Stoffes bei einer bestimmten Temperatur, der Kristallisationstemperatur, aus einer Schmelze, einer Lösung oder Gasphase auskristallisiert.

Die Kristallisationsenthalpie ΔcrystH ist gleich der Kristallisationswärme ΔQ, wenn der Druck p konstant bleibt:

ΔcrystH=ΔQ<0p=konst.

Wird der kristalline Feststoff durch Zufuhr von Wärme bei gleichen Druckverhältnissen wieder geschmolzen, sind die Beträge der Kristallisations- und Schmelzenthalpie gleich.

Die Kristallisationsenthalpie von einem Mol Stoff wird in Joule / mol angegeben.

Abb.1
Abb.2
Abb.3

Ein so genannter Thermobag (Thermopad, Hotpack, Taschenwärmer) enthält ein Salz, das unterhalb seines Gefrierpunktes noch flüssig ist - eine unterkühlte Schmelze, z.B. Natriumacetat-trihydrat. Bietet man der Lösung einen Kristallisationskeim an - in diesem Fall durch Knicken eines Aluminiumchips (Abb. 1 rechts links) - kristallisiert das Salz innerhalb weniger Sekunden und gibt seine Kristallisationswärme ab. Durch Erhitzen des Thermobags in heißem Wasser oder einem Mikrowellengerät werden die Kristalle oberhalb 54°C wieder geschmolzen und der Thermobag kann erneut verwendet werden.

Siehe auch: Schmelzenthalpie

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

PhasenumwandlungLevel 145 min.

ChemieAllgemeine ChemieFlüssigkeiten

Ändert eine Substanz ihren Aggregatzustand, findet eine Phasenumwandlung statt. Die Substanz geht z.B. vom festen in den flüssigen Zustand über, sie schmilzt. Die Temperatur bei der die Substanz schmilzt wird Schmelzpunkt genannt. Weitere Beispiele für Phasenumwandlungen sind das Verdampfen, Sieden, Sublimieren, Erstarren.