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KriechstromfestigkeitZoomA-Z

Fachgebiet - Elektrotechnik

Feuchtigkeit und leitfähige Verunreinigungen wie Schmutz oder Putzmittelreste begünstigen Kriechströme, d.h. ungewollte Entladungen auf der Oberfläche eines Isolators. Häufig sind solche Kriechströme von vielen kleinen Lichtbögen begleitet, die im Falle ungleichmäßiger Verschmutzung gut isolierende Bereiche überbrücken. Dadurch kann sich der Isolierstoff thermisch zersetzen; es entstehen Kriechspuren. Aus diesen entsteht ein Kriechweg, wenn die Schädigung fortschreitet. Ein solcher Kriechweg kann eine so hohe Leitfähigkeit entwickeln, dass es zum Kurzschluss kommt.

Die Kriechstromfestigkeit ist die höchste elektrische Spannung, bei der noch keine Kriechwegbildung feststellbar ist. Zur Ermittlung der Kriechstromfestigkeit werden genormte Prüfverfahren verwendet. Nach DIN IEC 112 wird die "Niederspannungs-Kriechwegbildung" durch Auftragen eines Elektrolyten und Anlegen von 100-600 V an auf der Oberfläche des Isolierstoffs angebrachte Elektroden getestet.

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

Elektrische Eigenschaften von PolystyrolLevel 325 min.

ChemieMakromolekulare ChemiePolymereigenschaften

Zunächst werden die Isoliereigenschaften von Polystyrol erläutert (elektrischer Widerstand, Durchschlag- und Kriechstromfestigkeit). Da aus Polystyrol häufig Außengehäuse hergestellt werden, ist auch die elektrostatische Aufladung von Interesse. Mögliche Maßnahmen um die Aufladung zu vermeiden werden vorgestellt.