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krebserzeugendZoomA-Z

Fachgebiet - Toxikologie

Als krebserzeugend werden Substanzen, Organismen oder Strahlungen bezeichnet, die Krebs auslösen oder deren Entwicklung fördern können. Synonyme Begriffe sind cancerogen und carcinogen (kanzerogen, karzinogen).

Gelistet sind krebserzeugende Stoffe u.a. in der Technische Regel für Gefahrstoffe 905 (Verzeichnis krebserzeugender, erbgutverändernder oder fortpflanzungsgefährdender Stoffe, TRGS 905).

Tab.1
Einstufungskriterien krebserzeugender Substanzen gemäß der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)
Kategorie 1beim Menschen als krebserzeugend erwiesen; epidemiologische Daten vorhandenz.B. Acrylamid, Asbest, Benzol, Passivrauch
Kategorie 2als krebserzeugend beim Menschen anzusehen; experimentelle Daten aus Tierversuchen vorhandenz.B. Dichlormethan, Formaldehyd
Kategorie 3der Verdacht auf krebserzeugende Wirkung ist gegeben, aber noch nicht hinreichend gesichertz.B. Lindan, Ozon
Kategorie 3A"gut untersucht, Nachweis reicht nicht aus, um in Kategorie 2 einzustufen"z.B. Dichloressigsäure, 2,4-Toluylendiisocyanat
Kategorie 3B~ - "unzureichend untersucht, aber Anlass zu Besorgnis"z.B. PCB, lösliche Uran-Verbindungen, BHA, Erdöl-Destillate
Kategorie 4nicht-genotoxischer Wirkmechanismus steht im Vordergrund, kein wesentlicher arbeitsplatzbezogener Beitrag zum Krebsrisiko (bei Einhaltung der MAK1)-Werte)z.B. Anilin, Ethylbenzol
Kategorie 5genotoxische Wirkstoffe mit geringer Wirkungsstärkez.B. Ethanol, Thiabendazol

Quellen Einstufung: GESTIS-Datenbank (letzter Abruf 04.08.2011); Listen "aller Änderungen und Neuaufnahmen in der MAK- und BAT-Werte-Liste" (DFG 2009, 2011).

Das EU-Recht beschränkt sich auf die Kategorien 1, 2 und 3.

REACH-CLP: Kandidatenliste der besonders besorgniserregenden Stoffe für die Zulassung

1)MAK: Maximale Arbeitsplatz-Konzentration

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

ChemikalienrechtLevel 1120 min.

ChemieToxikologieGesetzliche Bestimmungen

Diese Lerneinheit bietet vertiefende Grundlagen zum deutschen Chemikalienrecht und eine Einführung in das EU-Chemikalienrecht (REACH).