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KorpuskulartheorieZoomA-Z

Fachgebiet - Optik, Quantenphysik

Nach der Korpuskulartheorie besteht Licht aus einem Strom kleiner Teilchen, die sich mit großer Geschwindigkeit geradlinig fortbewegen. Der prominenteste Vertreter der Korpuskulartheorie war Isaak Newton. Er nahm an, dass bei Brechung und Reflexion auf die Lichtteilchen Kräfte wirken, die senkrecht zur Übergangsfläche stehen. Auch die Beugung des Lichts an Öffnungen führte er auf anziehende Kräfte zurück, die von den Kanten der beugenden Öffnungen ausgingen.

Obwohl man bereits zu dieser Zeit darüber diskutierte, inwieweit das Wellenbild dazu geeignet sei, die Natur des Lichts zu beschreiben (Christian Huygens), war der Einfluss Newtons so dominierend, dass der Durchbruch des Wellenmodells fast ein Jahrhundert auf sich warten ließ.

Nachdem die Wellennatur des Lichts allgemein anerkannt war, wurden um die Wende zum 20. Jahrhundert Experimente bekannt, die mit der Wellentheorie des Lichts nicht interpretiert werden konnten. Diese Widersprüche zur Wellennatur traten bei Experimenten auf, in denen die Wechselwirkung zwischen Licht und Materie untersucht wurde. Als Ausweg schlug Albert Einstein im Jahre 1905 eine neue Form der Korpuskulartheorie vor. Danach besteht Licht aus einem Strom von einzelnen Energie- bzw. Lichtquanten, die sich mit Lichtgeschwindigkeit bewegen und deren Energie proportional zur Lichtfrequenz ist. Die Folge davon war die unbefriedigende Situation, dass je nach Experiment Licht entweder als Teilchenstrom oder als Welle interpretiert werden musste (Welle-Teilchen-Dualismus). Erst der modernen Quantentheorie gelang es, mit ihrer Wahrscheinlichkeitsinterpretation beide Aspekte zu vereinigen.

Siehe auch: Licht als Teilchenstrom , Licht als elektromagnetische Welle

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

Einführung in die WellenoptikLevel 130 min.

PhysikOptikWellenoptik

Diese Lerneinheit bildet die Einführung in die Wellenoptik. Nach der motivierenden Darstellung einiger bekannter alltäglicher (wellen-)optischer Phänomene wird die Notwendigkeit der Einführung eines Wellenmodells der Lichtausbreitung sowie dessen geschichtliche Entwicklung aufgezeigt.