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koordinative PolymerisationZoomA-Z

Fachgebiet - Makromolekulare Chemie

Die koordinative Polymerisation ist eine besondere Form der Kettenwachstumsreaktionen, die bevorzugt durch Übergangsmetallkomplexe katalysiert wird. Diese Komplexe sind so aufgebaut, dass ein Monomer und die Polymerkette daran anlagern (koordinieren) können. Das Prinzip beruht auf einer Aktivierung der Monomere aufgrund der Wechselwirkung des Monomers mit dem Metall. Die Doppelbindung im Monomer wird hierdurch geschwächt und die Anlagerung eines zweiten Monomers initiiert. Zur Stabilisierung der so entstandenen Komplexverbindung schiebt sich das Monomer in die bereits vorhandene Polymerkette ein und ein weiteres Monomer wird angelagert usw. Die Polymerisationsreaktion wird so in die Wege geleitet. Das Verfahren wird auch Insertionspolymerisation genannt.

Der Vorteil der Koordinationspolymerisation liegt darin, dass je nach Wahl von Katalysator und Monomeren die Taktizität des entstehenden Polymers gesteuert werden kann, die wesentlichen Einfluss auf die Polymereigenschaft haben kann.

Es gibt verschiedene Arten von Koordinationspolymerisationen mit unterschiedlichen Mechanismen. Die wichtigsten sind die Ziegler-Natta-Polymerisation und die Polymerisation mit Metallocen-Katalysatoren. Auch die ringöffnende Metathesepolymerisation ist eine spezielle Form der koordinativen Polymerisation.

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

Ionische PolymerisationsartenLevel 215 min.

ChemieMakromolekulare ChemieReaktionsmechanismen

Polymere werden nicht nur durch radikalische Polymerisation hergestellt, sondern auch mittels ionischer und koordinativer Polymerisation. Die Lerneinheit gibt einen Überblick über die ionischen Polymerisationsarten sowie ihre Unterschiede und Gemeinsamkeiten.