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konserviertZoomA-Z

Fachgebiet - Genetik

Konservieren bedeutet "bewahren" und in diesem Sinne wird der Begriff auch in der Biologie verwendet. Eine Strukur, eine Sequenz von Aminosäuren (Protein) bzw. von Nucleinsäure-Basen (DNA, RNA) oder auch eine bestimmte Art der Faltung eines Proteins ist im Verlauf der Evolution erhalten, d.h. konserviert worden. Diese Art der Erhaltung deutet auf einen gemeinsamen Vorfahren hin und wird daher genutzt, um den Grad der Verwandtschaft mit einem anderen Protein oder einer anderen Nucleinsäure festzustellen. Je länger der letzte gemeinsame Vorfahr eines Proteins oder einer Nucleinsäure also zurückliegt, umso größer werden auch die Unterschiede zwischen diesen Molekülen sein. Auf der Basis dieser konservierten Sequenzen werden Stammbäume erstellt und Gen- bzw. Proteinfamilien zusammengefasst.

Bei Proteinen sind oft nur bestimmte Bereiche konserviert, die für die Funktion dieses Proteins im Hinblick auf die katalysierte Reaktion oder die Substratbindung absolut unabdingbar sind. Derartige Bereiche in Proteinen oder Nucleinsäuren werden als konservierte Motive oder als Konsensus-Sequenzen bezeichnet.

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

Analyse eines Protein-Mikroschalters durch FTIR-DifferenzspektroskopieLevel 345 min.

ChemieAnalytische ChemieIR/Raman-Spektroskopie

Diese Lerneinheit vom Institut für Medizinische Physik und Biophysik der Berliner Charité (IMPB) soll nicht nur die Funktionsweise eines wichtigen Mikroschalters im Sehpigment Rhodopsin - dem ionic lock - demonstrieren. Sie zeigt auch, wie dieses neue Wissen mittels verschiedener spektroskopischer Methoden und Mutagenese gewonnen wurde. [Stand: Juni 2011]