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KolloidZoomA-Z

Fachgebiet - Makromolekulare Chemie, Kolloidchemie

Kolloide sind Stoffe, die in charakteristischer Weise besonders fein (nanodispers) zerteilt in einem Dispersionsmittel vorliegen und eine Abmessung von 1 bis maximal 1000 nm besitzen (dieser Größe entspricht eine Anzahl von 103 bis 109 Atomen). Der kolloiddisperse Zerteilungsgrad wird jedoch vielfach auf ca. 500 nm begrenzt, der unteren Wellenlänge des sichtbaren Lichtes. Damit sind kolloide Partikel im Dispersionsmittel in der Regel transparent.

Der Zustand der nanodispersen Verteilung stellt den Übergangsbereich zwischen echten Lösungen von Molekülen und grobdispersen Systemen (Suspensionen, Emulsionen) dar. Im Unterschied zu den Lösungen lässt sich ihr Zustand nicht allein mit den Größen Druck, Temperatur und Konzentration beschreiben, sondern hängt noch ab von Größe, Gestalt und Struktur der Teilchen. Häufig werden Kolloide von teilvernetzten Makromolekülen gebildet, die zu groß für die Bildung echter Lösungen sind. Kolloide können sowohl zeitlich stabile Systeme bilden, es gibt aber auch Systeme, die nach gewisser Zeit zu einem völligen Absetzen des Kolloids neigen. Die Stabilität kolloidaler Dispersionen kann durch Zugabe von anderen Stoffen (z.B: Mizellbildner, oberflächenaktive Stoffe, pH-Wert-Regulatoren) die Wahl des Dispersionsmittels gezielt beeinflusst werden.

Siehe auch: Dispersion

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

Polymere als FlockungshilfsmittelLevel 230 min.

ChemieMakromolekulare ChemieFunktionspolymere

Die Flockung von kolloidal suspendierten Teilchen kann durch Neutralisation ihrer Oberflächenladung ausgelöst werden. Polymere Flockungshilfsmittel sorgen dafür, dass sich die Flocken zu größeren Agglomeraten zusammenballen. Einige dieser Polymere werden vorgestellt.