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Kipp'scher ApparatZoomA-Z

Fachgebiet - Anorganische Chemie, Labortechnik

Die Kipp'sche Apparatur (auch Kipp'scher Gasentwickler, Kipp'sche Gasentwicklungsapparatur oder Kipp) ist eine Glasapparatur zur Darstellung von Gasen im Labor. Die Apparatur wurde 1850 von dem Apotheker und Chemiker Kipp erfunden.

Durch Einwirken einer Flüssigkeit, meistens einer Säure auf einen Feststoff können u.a. folgende Gase entwickelt werden:

  • Wasserstoff, H2, durch Umsetzung von elementarem Zink, Zn, mit Salzsäure, HCl
  • Kohlendioxid, CO2, durch Umsetzung von Marmor (Calciumcarbonat, CaCO3) mit Salzsäure, HCl
  • Chlor, Cl2, durch Umsetzung von Chlorkalk, CaCl(OCl), mit Salzsäure, HCl
  • Schwefelwasserstoff, H2S, durch Umsetzung von Eisensulfid, FeS, mit Salzsäure, HCl

Der Vorteil des Kipp'schen Apparates' gegenüber anderen Gasentwicklungsapparaturen besteht in der Möglichkeit, die Gasentwicklung beliebig zu unterbrechen bzw. wieder aufzunehmen.

Abb.1
Kipp'scher Apparat

Der Kipp'sche Apparat besteht aus zwei über einen Schliff verbundene Glaskörper. Die obere Kugel A ist mit dem unteren Gefäß C über ein Steigrohr verbunden. Im mittleren Gefäß B befindet sich der grobstückige Feststoff. Eine Scheibe verhindert das Herabfallen des festen Materials in die Zersetzungsflüssigkeit im unteren Gefäß C.

Durch Zulauf der Flüssigkeit (Öffnen des Gasaustrittshahnes) vom Gefäß A über den Behälter C in die Kugel B setzt die Reaktion und damit die Gasentwicklung ein. Wird der Hahn geschlossen, so drückt zunächst noch entstehendes Gas die Flüssigkeit aus der mittleren Kugel B über den Behälter C zurück in die Vorratskugel A und die Reaktion kommt zum Stillstand. Bei Bedarf kann die Reaktion durch erneutes Öffnen des Gasaustrittshahnes wieder gestartet werden.

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

EvolutionLevel 260 min.

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