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KammpolymerZoomA-Z

Fachgebiet - Makromolekulare Chemie

Kammpolymere sind eine spezielle Form der verzweigten Makromoleküle. Sie enthalten an einer linearen Hauptkette in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen längere, untereinander nahezu gleich lange Seitenketten (meist aliphatischer Natur, z.B. Fettsäurereste, Ester). Diese Moleküle sehen nur dem Formelbild nach wie Kämme aus, im dreidimensionalen Raum ähneln sie eher Flaschenbürsten ("Bottlebrush Polymers"), da sowohl die Haupt- als auch die Seitenketten nicht linear gestreckt, sondern mehr oder weniger verknäult vorliegen.

Kammpolymere kann man aus linearen Ketten aufbauen, die funktionelle Gruppen enthalten, an denen Seitenketten aufgepfropft oder durch polymeranaloge Reaktionen eingeführt werden. Eine andere Möglichkeit der Synthese von Kammpolymeren besteht in der Kopplung von Makromonomeren.

Kommerzielle Anwendung haben Kammpolymere bisher nicht gefunden. Die Strategien zu ihrer Synthese sind jedoch geeignet zur Modifikation von Oberflächen aller Art.

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

Spezielle PolymerarchitekturenLevel 440 min.

ChemieMakromolekulare ChemieSpezielle Architekturen

Es werden spezielle Polymerarchitekturen vorgestellt, die sich von verzweigten oder ringförmigen Strukturen herleiten. Dazu zählen die Kammpolymere, die Sternpolymere mit der Sonderform der Dendrimere, Makrocyclen, Polyrotaxane und Polycatenane. Die Leiterpolymere sind eine Spezialform der vernetzten Polymere.