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Kalomel-ElektrodeZoomA-Z

Fachgebiet - Analytische Chemie, Elektrochemie

(auch Kalomel-Halbzelle). In der Elektrochemie häufig als Bezugselektrode verwendete Elektrode 2. Art, bestehend aus Quecksilber, Hg, an dessen Oberfläche sich eine Schicht von Kalomel (Quecksilber(I)-chlorid, Hg2Cl2) befindet. Als Elektrolyt dient eine Kaliumchlorid-Lösung genau eingestellter Aktivität (häufig gesättigte Lösung). Die elektrische Ableitung erfolgt über einen Platin-Draht, der in das Quecksilber eintaucht.

Abb.1

Bestimmend für das elektrochemische Potenzial der Elektrode ist die Reaktion:

+2e2Hg

Die Konzentration der Quecksilber(I)-Ionen, Hg2Cl2, stellt sich über das Löslichkeitsprodukt von Kalomel entsprechend folgender Gleichung ein:

Hg2Cl2+2Cl

Die Potenzialdifferenz zur Normalwasserstoffelektrode (Potenzial: ± 0,0 V) beträgt 0,241 V (bei gesättigter KCl-Lösung).

Der Name "Kalomel" (griech.: schön schwarz) resultiert aus der Schwarzfärbung beim Übergießen von Hg2Cl2 mit Ammoniak-Lösung infolge einer Disproportionierung des Quecksilber(I) zu fein verteiltem, schwarzem metallischem Quecksilber, Couldn't accept input NUMBER ["0"]Hg(0), und Quecksilber(II):

Hg2Cl2+2NH3Hg+Hg(NH2)Cl+NH4Cl

Auch unter Lichteinwirkung färbt sich Quecksilber(I)-chlorid, ähnlich wie die Silberhalogenide durch photochemische Zersetzung unter Abscheidung des Metalls dunkel.

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

Elektroden 2. ArtLevel 115 min.

ChemieAllgemeine ChemieElektrochemie

Beschreibung der Elektroden 2. Art.

Potentiometrische pH-MessungLevel 130 min.

ChemieAllgemeine ChemieElektrochemie

Einführung in die potentiometrische pH-Messung und Beschreibung der Glaselektrode.

EMK, Elektromotorische KraftLevel 145 min.

ChemiePhysikalische ChemieElektrochemie

Die Lerneinheit beschreibt die Ursache, die Größe und die Abhängigkeiten der Elektromotorischen Kraft bei verschiedenen Elektrodensystemen. Es werden die Standard-Reduktionspotenziale und verschiedene Halbzellen (Gaselektrode, Metallelektrode, Silber-Silberchloridelektrode, Kalomel-Elektrode, Redoxelektroden und Glaselektrode) erläutert.