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KäfigeffektZoomA-Z

Fachgebiet - Makromolekulare Chemie

Im Allgemeinen wird in flüssiger Phase polymerisiert. Wenn ein Initiatormolekül zerfallen ist, können die entstandenen Radikale den sie umgebenden "Käfig" aus Molekülen der Flüssigkeit in der Regel nicht sofort verlassen. Platzwechselvorgänge in einer Flüssigkeit erfordern Energie, weil die hinderlichen Moleküle "beiseite geschoben" werden müssen. Dadurch ist die Wahrscheinlichkeit einer Kombination der gerade erst entstandenen Radikale hoch.

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

Einfluss der DiffusionLevel 230 min.

ChemieMakromolekulare ChemieReaktionsmechanismen

Die eingeschränkte Beweglichkeit der Moleküle im flüssigen bzw. sich verfestigenden Reaktionsgemisch hat den Käfig-, Gel- und Glaseffekt zur Folge. Der Käfigeffekt führt zur Kombination eines Teils der gerade erst entstandenen Starterradikale. Die Auswirkungen werden mit Hilfe der Radikalausbeute quantitativ beschrieben. Bei fortschreitender Polymerisation nimmt die Viskosität des Reaktionsgemisches stark zu. Die Abbruchreaktion und unter bestimmten Bedingungen auch das Kettenwachstum werden diffusionskontrolliert. Dies führt zum Gel- bzw. zum Glaseffekt.