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JasmonateZoomA-Z

Fachgebiet - Biochemie, Botanik

Die (-)-Jasmonsäure und ihre Methylester sind flüchtige, hormonähnliche Substanzen, die in fast allen Pflanzen vorkommen und an Abwehrreaktionen beteiligt sind. Wird eine Pflanze verletzt, setzt sie aus Membranlipiden Linolensäuren frei, aus denen Jasmonate synthetisiert werden. Strukturell sind die Jasmonate mit den Prostaglandinen verwandt. Als Phytohormon spielen Jasmonate auch eine Rolle bei der pflanzlichen Entwicklung, indem sie z.B. die Fruchtreife und Alterungsvorgänge (Seneszenz) fördern.

Jasmonsäuren können sowohl aktivierende als auch inhibierende Wirkungen haben. Sie induzieren die Synthese von pflanzlichen Giftstoffen (Nicotin) und Proteinase-Inhibitoren, während das Wachstum der Pflanzen und die Synthese einiger Haushaltsproteine inhibiert wird. Ihren Namen erhielten diese Botenstoffe vom Jasmin (Jasminum grandiflorum), in dem sie erstmalig entdeckt wurden.

Abb.1
Jasmonat-Strukturen

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

Botenstoffe der PflanzenLevel 240 min.

BiochemieSignal- und StofftransportBotenstoffe

Welche Botenstoffe werden von Pflanzen produziert, wie wirken diese Botenstoffe auf das Pflanzenwachstum und auf Entwicklungsvorgänge wie die Samenreifung oder den Blattabfall?