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IodacetatZoomA-Z

Fachgebiet - Analytische Biochemie

Iodacetat wird in der Proteinchemie zur stabilisierenden Derivatisierung von Sulfhydryl-Gruppen (SH-Gruppe) der Cystein-Seitenkette benutzt. Der Hintergund für diese Vorgehensweise ist, dass für bestimmte Analyseverfahren keine Disulfid-Bindungen innerhalb der Polypeptidkette vorliegen dürfen. Vorhandene Disulfid-Bindungen werden zunächst durch reduktive Reagenzien (wie Mercaptoethanol oder Dithiothreitol entfernt. Um eine Neubildung von Disulfid-Brücken zu verhindern, werden die freien SH-Gruppen auf geeignete Weise derivatisiert. Eine Möglichkeit dazu ist die Umsetzung mit Iodacetat, bei der das Acetat an die SH-Gruppe kovalent gekoppelt wird.