zum Directory-modus

IntegrineZoomA-Z

Fachgebiet - Biochemie

Integrine gehören zu einer großen Familie von Rezeptorproteinen, die vor allem an der Interaktion von Zellen mit der extrazellulären Matrix beteiligt sind und die u.a. Signale, die von der Matrix kommen, an das Cytoskelett der Zelle weitergeben. Dieser Prozess ist enorm wichtig für das Zellwachstum und die Zelldifferenzierung, steht aber auch mit Vorgängen wie der Blutgerinnung oder Apoptose in Zusammenhang.

Integrine sind heterodimere Proteine aus zwei nicht-kovalent verbundenen Glycoproteinketten, einer α- und einer β-Untereinheit. Beide Untereinheiten durchspannen die Cytoplasmamembran, wobei die extrazellulären Domänen Bindungsstellen für Adhäsionsproteine mit der so genannten RGD-Erkennungssequenz tragen. RGD steht für die Aminosäure-Sequenz Arg-Gly-Asp, ein Motiv, das z.B. bei Fibronectin vorkommt. Aber auch einige Nicht-RG-Proteine werden von den Integrinen erkannt, so z.B. die extrazellulären Matrixproteine Collagen, Lamin und interzelluläre Adhäsionsmoleküle (ICAMs1)).

Beim Menschen sind bisher 16 α- und 8 β-Untereinheiten identifiziert worden, aber nicht alle Kombiantionen sind in der Natur realisiert. Die Vielfalt der Integrine wird auch durch Mechanismen wie alternatives Spleißen bei der mRNA-Reifung erhöht.

Siehe auch: Adhäsionsmoleküle

1)ICAMs: inter-cellular adhesion molecules